Chance or Skill ?

Der “überwiegende” Zufall........

Zufall

Man spricht von Zufall - oder noch klarer von reinem Zufall -, wenn ein Ereignis nicht kausal notwendig auftritt. Vom heutigen Standpunkt aus sind die Phänomene der Quantenphysik der einzige Bereich, in dem es einen reinen Zufall geben könnte.

Umgangssprachlich wird der Begriff zufällig auch dann verwendet, wenn ein Ereignis nur in der Praxis nicht absehbar, vorhersagbar oder berechenbar ist - z.B. Zufallszahlen am Computer, die nicht wirklich zufällig sind, sondern nur auf sehr komplexen Berechnungen basieren. Zufälligkeit auf der einen Seite und anderseits Unberechenbarkeit oder Unvorhersagbarkeit sind strikt voneinander zu unterscheiden.

Als zufällig gelten Ereignisse wie eine Augenzahl beim Würfeln oder das Ergebnis eines Münzwurfs. Das gilt aber eben nur, solange man davon ausgeht, dass die Messgenauigkeit z.B. beim Vermessen des Würfels bzw. der Münze durch Quanten-Effekte soweit beschränkt ist, dass eine Vorhersage durch klassisch-physikalische Ansätze unmöglich macht.

Eine systematische Untersuchung des Phänomens Zufall geschieht

  • in der Philosophie (Was ist Zufall?)
  • in der Mathematik (Wie lässt sich Zufall quantitativ fassen (Stochastik)?
         Wie lässt sich Zufall künstlich erzeugen (Zufallszahl und Pseudozufallszahl)?)
  • in der Physik (Welche Prozesse sind zufällig, welche determiniert?)
  • in der Psychologie (Warum haben Menschen Erwartungen (und welche) über das, was
         geschehen wird? Warum reagieren sie unterschiedlich, Beispiel Zwillinge)
  • in der Soziologie (Wie entwickelt sich die Gesellschaft? Gibt es sozio-historische
         Gesetze? (siehe auch Geschichtsphilosophie))
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Zufall

    Geschicklichkeit

    Als Geschicklichkeit wird entweder das Ausmass bezeichnet, in dem eine besondere Fähigkeit beherrscht wird, oder die Leichtigkeit (Begabung), mit der neue Fähigkeiten erworben werden.

    Geschicklichkeit in einer besonderen Fähigkeit lässt sich durch Uebung der Fähigkeit erhöhen. Geschicklichkeit erlaubt es, unnötigen Aufwand und Fehler zu vermeiden und ist dadurch Voraussetzung für den Erfolg in schwierigen und fehlerträchtigen Situationen. Sie kann in jeder Lebenssituation Aehnlich nützlich sein wie Klugheit. Während Klugheit nach grundsätzlich guten Entscheidungen sucht (Strategie), sucht Geschicklichkeit nach guten Entscheidungen im jeweiligen Einzelfall (Taktik).

    Der Reiz vieler Spiele (nicht nur so genannter Geschicklichkeitsspiele) besteht darin, dass Fähigkeiten zunächst geübt werden und dann Geschicklichkeit belohnt wird.

    Siehe auch:Begabung, Fertigkeit

    http://de.wikipedia.org/wiki/Geschicklichkeit  
      

    Unechte Geschicklichkeit

    Es gibt keine „unechte Geschicklichkeit“, wie immer behauptet.

    • Alltägliche Aktivitäten bedingen Geschicklichkeit, wie z.B. – telefonieren, Velo fahren, sich ankleiden, usw.
      – hier käme niemand auf die Idee es sei eine „unechte Geschicklichkeit“,
      nur weil 90% der Bevölkerung diese erfüllen können.
       
    • Geschicklichkeit verbunden mit einem Wettbewerb hat ganz andere Mechanismen.
      – Beispiel; müssten Tennisspieler das Preisgeld (Einsatz) an einem Turnier selber aufbringen, würde die überwiegende Mehrzahl nicht mehr spielen, wenn Roger Federer in der Teilnehmerliste zu finden wäre. Das Spiel und den Einsatz wären dann mit hoher Wahrscheinlichkeit beide verloren.
      Die Spiele würden abgesagt und Roger Federer hätte keine Gegner mehr. Hier kommen die Sponsoren zum Zug !
    • NB: Das Gesetz verlangt einzig Geschicklichkeit
      und ausschliesslich dass der Gewinn des Spiels
      von der Geschicklichkeit abhängen muss, wie unter Punkt 1 beschrieben.

    Das Spiel darf nicht im Sinne eines Wettbewerbs aufgebaut werden. Ansonsten das Schwierigkeitsniveau so hoch angesetzt werden müsste damit der eigentliche Spielkünstler den Spielautomaten nicht leeren kann und die berechtigten kommerziellen Interessen des Betreibers verunmöglicht würden. Auf der anderen Seite würde die Mehrheit der Spieler vom Spiel ausgeschlossen, wie die Erfahrung gezeigt hat.

    Geschicklichkeit ist dann erfüllt, wenn der Spieler mit seiner Wahrnehmung und daraus folgender Reaktion den Geschicklichkeitsanspruch erfüllt. Die Theorie der „unechten Geschicklichkeit“ wie teilweise vertreten, ist nicht haltbar.

    (Im Gegensatz dazu wird in Casinos der “unechte Zufall” angewendet und toleriert durch den Staat. Unecht, weil einseitig zugunsten der Betreiber konstruiert.)

    Ein paar Gedanken:

    Ausüben von Geschicklichkeit ist Teil des Menschenrechts. Wende ich Geschicklichkeit an ohne jemandem Schaden zuzufügen kann dies nicht verboten werden. So gesehen sind kantonale Verbote von Geschicklichkeitsspielen unabhängig ob Unterhaltung oder Geldspiel nicht staatsrechtlich vertretbar.

    Wenn das Anwenden von Geschicklichkeit beschränkt würde, gäbe es keine Forschung und Entwicklung mehr.

     

    Spielbankengesetz (SBG)

    2. Kapitel: Spiele
    Art. 3
    Begriffe und Abgrenzung

    1 Glücksspiele sind Spiele, bei denen gegen Leistung eines Einsatzes ein Geldgewinn oder ein anderer geldwerter Vorteil in Aussicht steht, der ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt.

     

    Kommentar

    So gesehen trifft der Gesetzestext nicht zu. Denn das in den Casinos praktizierte Glücksspiel basiert nicht auf einen echten Zufall, vielmehr ist der “Zufall” einseitig zu Gunsten der Casinos konstruiert.

    Der Begriff “Zufall” träffe zu, wenn für den Spieler die Chancen auf Gewinn oder Verlust absolut gleich verteilt wären.

    Der in Aussicht stehende Gewinn (für den Spieler) ist offensichtlich nicht zufällig sondern, schlechter zufällig als er für die Spielbank ist.

    Da der Verlust des Spielers berechenbar ist kann nicht von Zufall gesprochen werden, weder “ganz oder überwiegend”

    Das Gesetz hält auch nicht fest, dass der “Zufall “ zum Nachteil des Spielers konstruiert sein darf/soll. Insofern ist dieser Umstand gesetzlich nicht abgedeckt.
    dies müsste mindestens als Konsumenten-Information deutlich vermittelt werden.

    Spielbankengesetz (SBG)

    2. Kapitel: Spiele
    Art. 3
    Begriffe und Abgrenzung
    3 Geschicklichkeitsspielautomaten sind Geräte, die ein Geschicklichkeitsspiel anbieten, das im Wesentlichen automatisch abläuft und dessen Gewinn von der Geschicklichkeit des Spielers abhängt.

    NB: Der Gewinn des SPIELS hängt von der Geschicklichkeit ab - nicht der Gewinn von Geldwerten Vorteilen, wie fälschlicherweise angenommen. 

    Kommentar

    Unter Geschicklichkeit versteht man:

  • Fähigkeit
  • Begabung
  • Klugheit
  • Strategie
  • Taktik
  • steigern derselben durch
       > Uebung
  • um Geschicklichkeit ausüben zu können bedarf es einer Aufgabenstellung.

    Um den Wert von Geschicklichkeit zu messen und zu bewerten bedarf es einen Vergleichs-Messung um den Grad der Geschicklichkeit zu bewerten, ein Wettbewerbssystem.

    Diese kann aber nur gemacht werden, wenn man sich an Konkurrenten messen kann, z. B. in Form eines Turniers.

    Der Turnierveranstalter
    (Spielanbieter) muss dabei noch seine kommerziellen Interessen waren können.

    In Casinos, übrigens auch bei Lottoveranstaltungen wird diese Form des Spiels weltweit nicht praktiziert, höchstens zu Werbezwecken (fürs Glücksspiel) mit entsprechendem Sponsoring.

    Und dies
    ist
    kein Zufall...
     

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